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Bezug zu Nahost-Konflikt

Staatsschutz ermittelt wegen versuchten Brandanschlags auf Berliner Gymnasium

  • Aktualisiert: 14.07.2024
  • 20:03 Uhr
  • dpa
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat Ermittlungen aufgenommen.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat Ermittlungen aufgenommen.© Rolf Vennenbernd/dpa

Frische Schriftzüge mit Bezug zum Nahost-Krieg auf dem Schulhof und Brandstiftung in einem Technikraum des Gymnasiums Tiergarten: Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat Ermittlungen aufgenommen.

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Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt wegen eines mutmaßlichen Brandanschlags auf das Gymnasium Tiergarten. In der vergangenen Nacht seien nach bisherigem Kenntnisstand gegen 3.00 Uhr vor einem "offenbar angekippten Fenster" der Schule Gegenstände in Brand gesetzt worden, teilte die Polizei mit. "Daraufhin entwickelte sich in der Folge in dem Raum, in welchem unter anderem technische Geräte stehen, ebenfalls ein Feuer", so die Polizei weiter. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Technik im Raum wurde demnach "erheblich beschädigt", größere Schäden am Gebäude gab es nicht.

"An mehreren Hauswänden im Hof der Schule wurden zudem mehrere frische Schriftzüge mit Bezug zum Nahost-Konflikt festgestellt", teilte die Polizei mit. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittle nun wegen schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung.

Im Video: "Palästina-Kongress" in Berlin - Polizei bereitet sich auf Großeinsatz vor

Das Gymnasium war erst vor wenigen Wochen in den Schlagzeilen - damals ging es um die Absage einer Abiturfeier wegen angekündigter politischer Proteste im Kontext des Gaza-Kriegs. Die Schulleitung hatte die Veranstaltung abgesagt, weil sie mit einer Protestaktion von Schülern des Abiturjahrgangs rechnete. Laut Medienberichten wollten die Schüler die Zeugnisvergabe für einen propalästinensischen Protest nutzen.

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