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Düngen im Herbst: Diese Hausmittel sind perfekt
- Aktualisiert: 03.12.2024
- 16:00 Uhr
Beim Pflanzendüngen gilt: Weniger ist mehr! Vor allem, wenn man synthetischen Dünger verwendet. Warum natürliche Dünger umweltschonender sind und wie du deine Pflanzen mit Küchenabfällen wie Kaffeesatz optimal mit Nährstoffen versorgst.
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Warum und wann sollte man Pflanzen überhaupt düngen?
Pflanzen ziehen Nährstoffe aus dem Boden, die sie zum Wachsen benötigen, zum Beispiel Stickstoff, Phosphat und Kalium. Diese Nährstoffe müssen der Erde für die nächste Wachstumsphase der Pflanze wieder zugeführt werden. Daher brauchen vor allem Topfpflanzen, die mit einer begrenzten Menge an Erde auskommen, im Frühjahr regelmäßig Dünger. Der ideale Zeitpunkt zum Düngen im Garten ist zwischen März und August. Über die Sommermonate befinden sich alle Pflanzen in der Wachstumsphase und ziehen Nährstoffe aus dem Boden. Aber Vorsicht: Zu viel und zu spätes Düngen im Herbst können einer Pflanze auch schaden.
Frühlingserwachen: Blumenkästen
Das Problem synthetischer Düngermittel
Synthetisch hergestellter Dünger enthält bestimmte Mineralien, die dem Boden zugeführt werden sollen. Ein hoher Nitratgehalt sorgt dafür, dass Pflanzen in kurzer Zeit üppig wachsen. Doch schon die Herstellung dieser Düngemittel ist alles andere als umweltschonend, da dabei Energie aus Erdgas, Erdöl oder Kohle benötigt wird. Einige Kunstdünger enthalten außerdem bedenkliche Schwermetalle wie Uran, Dioxine und Pflanzenschutzmittel, die ins Grundwasser gelangen und Umwelt und Gesundheit schaden können.
Organische Dünger als ökologische Alternative
Statt zu synthetischen Düngern greifen inzwischen viele (Hobby-)Gärtner:innen der Umwelt zuliebe zu natürlichen Düngern aus Kompost oder Tiermist. Denn damit lässt sich der nährstoffarme Boden wieder mit Stickstoff, Phosphat und Kalium anreichern. Doch nicht nur der Komposthaufen ist eine geeignete Quelle für natürliche Düngemittel. Auch in unserer Küche finden wir Reste, mit denen sich Pflanzen prima düngen lassen.
7 natürliche Dünger aus Küchenabfällen
Den chemischen Pflanzendünger aus dem Supermarkt kannst du dir sparen. Mit diesen Küchenabfällen versorgst du deine Pflanzen nämlich mit allen wichtigen Nährstoffen.
1. Kaffeesatz
Eine der bekanntesten ökologischen Dünger-Alternativen ist Kaffeesatz. Das Praktische: Kaffeesatz fällt in fast allen Haushalten täglich als Nebenprodukt beim Kaffeekochen an. Außerdem enthält Kaffeesatz die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Kalium und Phosphat, die der Pflanzenerde fehlen. Diese Kombination macht Kaffeesatz zum idealen natürlichen Dünger. Am besten lässt du ihn gut abkühlen und trocknen, denn nasser Kaffeesatz kann schimmeln. Für Zimmerpflanzen ist Kaffeesatz als Dünger jedoch nicht geeignet. Durch die Säure des Kaffees verändert sich der ph-Wert des Bodens, deshalb funktioniert er als Dünger am besten für Hortensien und Rhododendron.
2. Eierschale
Wenn du deine Gartenpflanzen mit Wasser aus deiner Regentonne gießt, bekommen sie manchmal zu wenig Kalk. Keine Sorge, das Frühstücksei schafft Abhilfe – beziehungsweise das, was davon übrig bleibt. Die Eierschale ist nämlich ein großartiger Kalklieferant. Einfach ins Blumenbeet streuen und beobachten, wie bald wieder alles blüht.
3. Kartoffelwasser
Du gießt das Wasser nach dem Kartoffelkochen einfach in den Abfluss? Stopp! Lass es abkühlen und verwende es als Flüssigdünger. Denn beim Kochen haben die Kartoffeln viele Nährstoffe an das Wasser abgegeben, mit denen du deinen Pflanzen etwas Gutes tust. Das gilt allerdings nur, wenn du die Kartoffel ohne Salz im Wasser kochst. Tipp: Das Gleiche funktioniert auch mit Blumenkohl, Spargel und Brokkoli. Das Gemüsewasser hilft auch gegen Blattläuse. Hier erfährst du, welche Hausmittel Blattläuse vertreiben.
4. Bananenschale
Bananenschale lässt deine Rosen aufblühen. Sie enthält viel Kalium und Phosphor und bildet daher einen hervorragenden Humus. Dafür einfach die Schale in kleine Stücke schneiden und in der Blumenerde vergraben.
5. Mineralwasser
Für Zimmerpflanzen ist auch altes Mineralwasser ein geeigneter Dünger, der sie mit Mineralien versorgt. Sprudelndes Mineralwasser mit Kohlensäure löst außerdem den Kalk auf.
6. Bier
Der Gerstensaft aus Hopfen und Malz versorgt deine Pflanzen ebenfalls mit Nährstoffen. Falls der letzte Schluck also mal nicht mehr schmeckt, kannst du ihn einfach in den Blumentopf geben. Wenn das höchstens zweimal pro Woche vorkommt, tut es deinen Zimmerpflanzen gut. Hier gibt es weitere Pflegetipps für deine Zimmerpflanzen.
7. Teeblätter
Ähnlich wie beim Kaffeesatz eignen sich auch die Reste aus dem Teebeutel zum Düngen von Pflanzen. Auch hier sollten die Blätter zuerst getrocknet werden, bevor du sie in die Blumenerde streust. Vor allem grüner Tee soll die Bodenqualität stark verbessern.
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