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Neue Prognosen

Rente könnte ab Juli um 4 Prozent steigen

  • Veröffentlicht: 27.02.2025
  • 16:57 Uhr
  • dpa
Eine 83-jährige Frau hält eine Euromünze in der Hand.
Eine 83-jährige Frau hält eine Euromünze in der Hand.© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Rentenniveau sinkt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Rente sinkt. Ab dem 1. Juli 2025 könnte sie sogar wieder um 4,0 Prozent steigen.

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Inhalt

  • Nominallöhne statt Reallöhne entscheidend
  • Rente hängt nicht von Rentenniveau ab

Die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2025 dürfte wie gewohnt Ende März verkündet werden. Doch Prognosen gibt es schon jetzt, beziehungsweise wurden diese aktualisiert. Die Deutsche Bundesbank sagt in ihrem aktuellen Monatsbericht vom Februar eine Rentenanpassung um "fast vier Prozent" voraus. Daten des Statistischen Bundesamtes zur Lohnentwicklung im Jahr 2024 untermauern das. Im Video gibt's Wissenswertes rund um den Rentenbescheid:

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Rentenbescheid: Das sagen die Zahlen aus

Rentenbescheid: Das sagen die Zahlen aus

Einmal pro Jahr bekommen Versicherte ganz automatisch die sogenannte Renteninformation zugeschickt. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Nominallöhne statt Reallöhne entscheidend

Die Löhne sind demnach real um 3,1 Prozent gestiegen. Dabei ist für die Rentenanpassung nicht entscheidend, wie viel Geld die Menschen netto am Monatsende mehr haben. sondern die Bruttoanpassung der Löhne. Stichwort: Nominal-Lohnindex, der im Herbst 2024 5,56 betrug.

Zur Orientierung: Im Jahr 2023 führten Nominallohnsteigerungen von 6,0 Prozent zu einer Rentenerhöhung von 4,57 Prozent. Das hängt damit zusammen, dass neben den Löhnen auch das Verhältnis von Renteneintritten zu Beitragszahlern eine Rolle spielt.

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Eine erste Schätzung zu der Rentenerhöhung im kommenden Juli hatte im Herbst 2024 die Deutsche Rentenversicherung abgegeben. Im November ging sie davon aus, dass ab Juli die Renten um 3,6 Prozent ansteigen werden.

Rente hängt nicht von Rentenniveau ab

Die Renten in Deutschland steigen regelmäßig. Das Rentenniveau dagegen sinkt und das abgesehen von ein paar Schwankungen seit Ende der 1970er-Jahre. Ein niedriges Rentenniveau bedeutet nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung nicht, dass die Rente sinkt.

Die Absenkung des Niveaus heißt aber trotzdem eine Absenkung der Sicherung im Alter, selbst wenn sie jedes Jahr angepasst wird

Johannes Geyer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, dpa

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Denn die Rente steigt dann weniger stark an als die Löhne. Das Rentenniveau ist nämlich das Verhältnis zwischen der Durchschnittsrente und dem Durchschnittseinkommen – und damit eine Modellgröße. Es sagt aus, wie viel Prozent des aktuellen Durchschnittslohns jemand als Rente erhält, der exakt 45 Jahre lang immer zum Durchschnittslohn gearbeitet und Beiträge gezahlt hat.

  • Verwendete Quellen:
  • Deutsche Bundesbank
  • Statistisches Bundesamt
  • Deutsche Rentenversicherung
  • Nachrichtenagentur dpa
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