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Schafft es die Partei ins Parlament?

"Streitereien endlich vorbei": Reichinnek sieht Linke nach Wagenknecht-Abgang entspannter

  • Veröffentlicht: 07.02.2025
  • 10:56 Uhr
  • dpa

Lange sah es für den Wiedereinzug der Linken in den Bundestag nicht gut aus. Das Blatt scheint sich grad zu wenden. Hat das auch mit einer Abtrünnigen zu tun?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gruppenvorsitzende der Linken, Heidi Reichinnek, hofft auf einen Einzug ihrer Partei in den Bundestag mit sieben oder acht Prozent.

  • Dass die Partei jetzt keinen innerparteilichen Streitigkeiten mehr ausgesetzt sei, führt sie auf den Austritt Sahra Wagenknechts zurück.

  • "Es ist auf jeden Fall entspannter geworden", so die Abgeordnete.

Der Weggang von Sahra Wagenknecht hat der Linken nach Überzeugung ihrer Gruppenvorsitzenden Heidi Reichinnek geholfen. "Es ist auf jeden Fall entspannter geworden", sagte Reichinnek der "Rheinischen Post". "Die Streitereien sind jetzt endlich vorbei und dadurch kann sich die Linke endlich wieder darauf fokussieren, dass sie eine Partei für soziale Themen ist, ohne, dass ständig aus der Partei heraus Angriffe gegen die Partei gefahren werden", stellte die Gruppenvorsitzende fest. Reichinnek geht zusammen mit Co-Parteichef Jan van Aken als Spitzenduo der Linken in die Bundestagswahl.

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Wagenknecht hatte im Oktober 2023 die Linke im Streit verlassen. Einige ihrer Positionen waren den Genossen zu weit rechts, unter anderem die Forderung nach strikter Begrenzung von Migration. Längere Zeit verharrte die Linke in Umfragen unter der Fünf-Prozent-Marke, zuletzt legte die Partei aber wieder zu und erreichte die Schwelle, um in den Bundestag einzuziehen. "Schön wäre es, wenn wir mit sieben oder acht Prozent im Bundestag sind", sagte Reichinnek.

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Zwei Wege für Wiedereinzug in den Bundestag

Daneben hofft die Linke auf drei Direktmandate, um sich über die sogenannte Grundmandatsklausel den Weg ins Parlament zu sichern. Dem dient auch die "Mission Silberlocke" um die Parteiprominenten Gregor Gysi, Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch.

"In den vergangenen Jahren haben wir es nicht geschafft, eine verlässliche Partei zu sein. Wir müssen uns jetzt das Vertrauen, das wir verloren haben, wieder zurückerarbeiten. Das ist ein mittel- und langfristiges Projekt", räumte die Gruppenvorsitzende ein. Positiv stimme sie die Mitgliederentwicklung. Die Partei habe nun mehr als 71.000 Mitglieder, die höchste Zahl seit 2010.

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