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USA erhöhen Zölle weltweit

Zoll-Schock für Lesotho: Trump verhängt für afrikanischen Kleinstaat höchsten Zoll-Tarif

  • Veröffentlicht: 03.04.2025
  • 17:37 Uhr
  • Benedikt Rammer
Trump kündigt drastische neue Zölle an.
Trump kündigt drastische neue Zölle an. © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Die USA unter Präsident Donald Trump verhängen neue Zolltarife, die auch kleinere Staaten wie Lesotho hart treffen. Das afrikanische Königreich erhält den höchsten Zollsatz, was für politische Spannungen sorgt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Lesotho wird mit einem Zollsatz von 50 Prozent belegt, dem höchsten unter Trumps neuen Tarifen.

  • Das Handelsdefizit zwischen den USA und Lesotho beträgt 234,5 Millionen Dollar.

  • Lesotho profitiert derzeit von AGOA, das zollfreie Exporte in die USA ermöglicht.

Donald Trumps neue Zollpolitik sorgt für Aufregung auf der internationalen Bühne. Mit seinen neuen Mega-Zöllen zielt der US-Präsident auf rund 180 Handelspartner weltweit ab, wobei Lesotho besonders betroffen ist. Der kleine Staat im südlichen Afrika, mit etwa 2,3 Millionen Einwohner:innen, wird künftig mit einem Zollsatz von 50 Prozent belegt. Dies geht aus einer Liste hervor, die vom Weißen Haus veröffentlicht wurde.

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Handelsdefizit kommt Lesotho teuer zu stehen

Die Zölle basieren nicht auf den Zollsätzen der betroffenen Länder. Stattdessen wird das Handelsdefizit der USA mit dem jeweiligen Land durch dessen Exporte in die USA geteilt und das Ergebnis halbiert, um den Zollsatz zu bestimmen. Lesotho, das Teil der Southern African Customs Union ist, hat im letzten Jahr ein Handelsdefizit mit den USA von 234,5 Millionen Dollar verzeichnet. Die USA importierten Waren im Wert von 237,3 Millionen Dollar und exportierten nur Güter im Wert von 2,8 Millionen Dollar nach Lesotho.

Trotz der hohen Zölle profitiert Lesotho von bestehenden Handelsabkommen wie dem "African Growth and Opportunity Act" (AGOA), der Zollfreiheit für etwa 6700 Produkte gewährt. Diese Regelung läuft im September aus und bedarf einer Verlängerung durch die USA.

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Spott von Trump: Lesotho plötzlich im politischen Rampenlicht

Lesotho wurde nicht zum ersten Mal während Trumps Amtszeit ins Scheinwerferlicht gerückt. Anfang März verspottete Trump das Land in seiner Rede vor dem Kongress und behauptete, es sei ein Land, von dem "niemand je gehört hat". Dies geschah im Zusammenhang mit seiner Kritik an US-Entwicklungshilfen.

Das Vorgehen der USA dürfte die diplomatischen Spannungen mit Lesotho und anderen betroffenen Staaten verstärken. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Handelsbeziehungen weiterentwickeln und ob Lesotho seine privilegierte Stellung im Rahmen des AGOA behalten kann.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur Reuters
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