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Feiertag in Bayern

Feiertag in Bayern: Wer hat an Mariä Himmelfahrt frei?

  • Veröffentlicht: 13.08.2024
  • 16:56 Uhr
  • Chiara Damnitz

Video: Redakteur Peter Johannsen

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Feiertag Mariä Himmelfahrt - frei ist der Tag nur in überwiegend katholischen Gemeinden. Ab dem kommenden Jahr dürfte es in Bayern Veränderungen geben.

Das Wichtigste in Kürze

  • In überwiegend katholischen Gemeinden ist am Donnerstag mit Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag.

  • Während ganz Ober- und Niederbayern frei hat, trifft das in Ober- und Mittelfranken auf nicht einmal die Hälfte der Gemeinden zu.

  • Im kommenden Jahr dürfte sich die Zahl der jeweils betroffenen Gemeinden aber ändern, denn die Einwohnerzahlen werden neu berechnet.

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Feiertag für katholische Gemeinden

Am 15. August zeigt sich der Freistaat wieder zweigeteilt: In überwiegend katholischen Gemeinden ist am nächsten Donnerstag mit Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. Das trifft auf 1.704 der 2.056 Gemeinden in Bayern zu, wie das Landesamt für Statistik in Fürth mitteilte. Ausschlaggebend ist dafür das Verhältnis der katholischen und evangelischen Bevölkerung.

In Ober- und Niederbayern haben alle frei

Wohnen in einer Gemeinde mehr katholische als evangelische Einwohnerinnen und Einwohner bleiben dort die Geschäfte an diesem Tag geschlossen und die Arbeitsstellen meist verwaist. In Oberbayern und Niederbayern ist der 15. August überall ein Feiertag. Auch in der Oberpfalz (96,0 Prozent der Gemeinden überwiegend katholisch), in Schwaben (95,3 Prozent) sowie in Unterfranken (87,0 Prozent) haben die meisten Menschen den Tag frei.

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Geteiltes Bild in Ober- und Mittelfranken

Anders sieht es in den überwiegend evangelisch geprägten Regierungsbezirken Oberfranken und Mittelfranken aus. Dort sind nur 46,3 Prozent beziehungsweise 18,1 Prozent der Gemeinden mehrheitlich katholisch. Auch bei den Großstädten zeigt sich ein geteiltes Bild: Während in München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt Mariä Himmelfahrt ein Feiertag ist, wird in Nürnberg, Fürth und Erlangen gearbeitet und die Geschäfte bleiben geöffnet.

Neue Regelung ab 2025

Im kommenden Jahr dürfte sich die Zahl der jeweils betroffenen Gemeinden aber ändern. Die Regelung geht nämlich auf das Feiertagsgesetz und die amtlichen Einwohnerzahlen zurück - bislang auf Grundlage des Zensus 2011. Anfang 2025 werden die Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022 neu berechnet, was für Veränderungen sorgen dürfte.

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Der Ursprung von Mariä Himmelfahrt

Seine Wurzeln hat das katholische Hochfest "Mariä Aufnahme in den Himmel", so der offizielle Titel, in einem Marienfest, das sich Ende des vierten Jahrhunderts im heutigen Syrien entwickelte. Danach habe es sich im ganzen Osten ausgebreitet und sich zu einem Fest des Heimgangs Mariens entwickelt, heißt es beim Erzbistum München-Freising.

Mit der Zeit haben sich zu Mariä Himmelfahrt in der katholischen Kirche verschiedene Bräuche entwickelt; am bekanntesten ist heute das Binden von Kräuterbuschen mit Heilkräutern, Getreideähren und Blumen. Die Sträuße werden in den Gottesdiensten gesegnet. Besonders groß wird das Fest etwa im Wallfahrtsort Altötting gefeiert oder auch im strikt konservativ geprägten Maria Vesperbild in Schwaben.

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  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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