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Commerzbank streicht tausende Stellen in Deutschland

  • Aktualisiert: 13.02.2025
  • 09:09 Uhr
  • dpa
Insgesamt 3.900 Vollzeitstellen sollen bei der Commerzbank bis Ende 2027 abgebaut werden.
Insgesamt 3.900 Vollzeitstellen sollen bei der Commerzbank bis Ende 2027 abgebaut werden.© Arne Dedert/dpa

Der Gewinn soll steigen, die Anzahl der Beschäftigten sinken. Die Commerzbank wehrt sich gegen die Pläne der italienischen Unicredit. Dafür sollen 3.300 Jobs in Deutschland bis Ende 2027 abgebaut werden.

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Inhalt

  • Jobabbau vor allem in Deutschland
  • Unicredit lässt nicht locker
  • Commerzbank setzt sich ehrgeizigere Ziele

Die Commerzbank will sich im Abwehrkampf gegen die italienische Unicredit mit dem Abbau Tausender Jobs Luft verschaffen. Etwa 3.900 Vollzeitstellen werden bis Ende 2027 abgebaut, 3.300 davon in Deutschland, wie der Dax-Konzern in Frankfurt mitteilte.

Weil zugleich in anderen Konzernbereichen - etwa bei der polnischen mBank und an Standorten in Asien - neue Stellen geschaffen werden sollen, werde der Personalbestand im Commerzbank-Konzern weitgehend konstant bei 36.700 Vollzeitkräften weltweit bleiben.

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Jobabbau vor allem in Deutschland

Von dem Abbau in Deutschland sind nach Angaben der Bank vor allem die Zentrale sowie weitere Standorte in Frankfurt betroffen, dort insbesondere Stabsfunktionen und Backoffice. Derzeit zählt Deutschlands zweitgrößte Privatkundenbank in ihrem Heimatmarkt etwa 20.000 Vollzeitkräfte.

"Um diesen Transformationsprozess sozialverträglich zu gestalten, setzt die Commerzbank vor allem auf den demografischen Wandel und die natürliche Fluktuation." Mit den Arbeitnehmervertretungen seien bereits Eckpunkte für ein Altersteilzeit-Programm vereinbart, das noch im laufenden Jahr greifen soll.

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Unicredit lässt nicht locker

Die Commerzbank steht unter Druck, seit die Unicredit im Herbst den Teilausstieg des Bundes genutzt hat, um im großen Stil bei der Commerzbank einzusteigen. Inzwischen kontrolliert die Mailänder Großbank gut 28 Prozent der Anteile des Dax-Konzerns, davon rund 9,5 Prozent direkt über Aktien und rund 18,6 Prozent über Finanzinstrumente.

Unicredit-Chef Andrea Orcel liebäugelt mit einer Übernahme der Commerzbank. Noch gibt es aber kein Angebot der Italiener. Erst ab einem Anteil von 30 Prozent wäre die Unicredit gesetzlich verpflichtet, den Commerzbank-Aktionären ein Übernahmeangebot vorzulegen.

Management und Betriebsrat der Commerzbank wehren sich gegen das aus ihrer Sicht "feindliche" Vorgehen der Italiener. Widerstand kommt auch aus der deutschen Politik. Der Bund, der die Bank in der Finanzkrise 2008/2009 mit Steuermilliarden gerettet hatte, hält noch gut zwölf Prozent der Anteile.

Commerzbank setzt sich ehrgeizigere Ziele

Die seit 1. Oktober amtierende Konzernchefin Bettina Orlopp will die Eigenständigkeit der Commerzbank auch durch höhere Gewinne und ehrgeizigere Ziele sichern.

In den kommenden Jahren will die Commerzbank ihre Gewinne deutlich nach oben schrauben. Nach knapp 2,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr soll der Überschuss bis 2028 auf 4,2 Milliarden Euro steigen. Im laufenden Jahr dürfte der Gewinn jedoch auf 2,4 Milliarden Euro sinken, weil der Stellenabbau zunächst einmal Geld kostet: Die Bank rechnet dafür im laufenden Jahr mit rund 700 Millionen Euro Kosten.

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Den Anteilseignern stellt der Vorstand unterdessen hohe Gewinnausschüttungen in Aussicht. So will die Commerzbank für 2025 mehr als 100 Prozent ihres Überschusses an die Aktionär:innen auszahlen. Die Zinsen für eigenkapitalähnliche Anleihen werden vorher abgezogen. Für die Jahre 2026 bis 2028 fasst Orlopp eine Ausschüttungsquote von 100 Prozent ins Auge, macht dies aber von der Umsetzung der Strategie und vom wirtschaftlichen Umfeld abhängig.

Bei ihren Gewinnplänen setzt die Managerin außer auf Stellenabbau und Kostensenkungen auf stetig wachsende Einnahmen, vor allem aus Provisionen. Hatten die Kosten der Bank im vergangenen Jahr noch 59 Prozent der Erträge aufgezehrt, sollen es 2028 nur noch rund 50 Prozent sein. Für 2025 peilt Orlopp rund 57 Prozent an.

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