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Kritik am CDU-Chef

Witwe von Walter Lübcke möchte Merz-Aussage "nicht so stehen lassen"

  • Aktualisiert: 27.02.2025
  • 16:39 Uhr
  • dpa
Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde von einem Rechtsextremen ermordet. (Symbolbild)
Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde von einem Rechtsextremen ermordet. (Symbolbild)© Nicole Schippers/dpa

Am vergangenen Samstag fragte Friedrich Merz angesichts von Demonstranten gegen rechts, wo sie gewesen seien, nachdem CDU-Mann Walter Lübcke ermordet worden sei. Nun äußert sich Lübckes Witwe – und übt Kritik an der Äußerung des Unions-Kanzlerkandidaten.

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Die Witwe des von einem Rechtsextremisten ermordeten früheren Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) hat Äußerungen von 'Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz' über die fast sechs Jahre zurückliegende Tat kritisiert. "Die Aussage von Friedrich Merz am Samstag beim gemeinsamen Wahlkampfabschluss der CSU und CDU in München hat meine Familie und mich sehr befremdet und ich möchte sie so nicht stehen lassen", erklärte sie in einer Stellungnahme.

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Zuvor hatte die Tageszeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) darüber berichtet.

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"Wo waren die denn?"

Angesichts von Demonstrant:innen vor der Tür hatte Merz bei seinem Auftritt in München gesagt: "Ich frage mal die Ganzen, die da draußen rumlaufen, Antifa und gegen Rechts: Wo waren die denn, als Walter Lübcke in Kassel ermordet worden ist von einem Rechtsradikalen? Wo waren die da?"

Irmgard Braun-Lübcke berichtete, dass es nach der Ermordung ihres Mannes "ein starkes gesellschaftlich breites Bekenntnis zu unserer Demokratie und ihren Werten" gegeben habe. Tausende Menschen seien in Lübckes Heimatort Wolfhagen, in Kassel und in sehr vielen weiteren Orten in Deutschland auf die Straße gegangen – ob "linke, liberale oder konservative Demokratinnen und Demokraten".

Altmaier: Gespräch suchen

Der CDU-Politiker Peter Altmaier, der unter der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrere Ministerposten innehatte, nannte Lübcke in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X einen großartigen Menschen und Demokraten, der mit seinem Leben für seine Überzeugung bezahlt habe. "Wenn seine Witwe ihr Befremden mit Blick auf letzte Woche äußert, sollten wir das Gespräch mit (ihr) suchen und für Klarstellung sorgen", schrieb er.

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